Ecuador

Quito, Ecuadors Hauptstadt, liegt 2.850 m hoch. Ihre koloniale Altstadt ist eine der architektonisch ansehnlichsten Südamerikas. Die meisten Häuser aus der Kolonialzeit sind weiß getüncht. Für bunte Bilder sorgen zahllose Straßenhändler. Auf der Plaza Santo Domingo sitzen die Schuhputzer, die Kathedrale an der Plaza Independencia ist mit barockem Gold ausgestattet, und vor der gleichfalls verschwenderisch geschmückten Kirche an der Plaza San Francisco breiten Indios ihr Medizinsortiment aus: Wurzeln, Samen, Beeren, diverse Tierpfoten und nicht zuletzt Tukanschnäbel.

Tourtipp: Markt der Colorado-Indios
Auf dem Sonntagsmarkt von Santo Domingo, drei Busstunden westlich von Quito, gibt es für Touristen wenig zu holen. Hier versorgen sich die Bewohner mit Frischfisch und Fleisch, Gemüse und Obst. In Buden dösen Verkäufer hinter Nylon-Hängematten, Sätteln und Zaumzeug, Macheten und Seilerwaren. Doch nach Santo Domingo kommen auch Colorado-Indios, die sich selbst Tsachila nennen. Während sich die meisten der modernen Welt angepasst haben, halten etwa zweihundert von ihnen an einigen Bräuchen und ihrem Aufputz fest. Die Männer schmieren ihren kurz geschnittenen Haarschopf mit ziegelroter Paste ein, so dass die Frisuren Bauarbeiterhelmen gleichen. Manche gehen mit bemaltem Gesicht und nacktem Oberkörper durch die Stadt. So wie ihre meist korpulenten Frauen tragen sie gern kurze und quergestreifte Wickelröcke. Häuptlinge kleben sich weiße Watte wie kleine Nester aufs Haar. (Bert Berkensträter)

Info-Adressen
Botschaft von Ecuador, Kaiser-Friedrich-Str. 90, 10585 Berlin
Tel.: 030-2386217, Email: kanzlei@botschaft-ecuador.org, Internet: www.botschaft-ecuador.org
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