Nuweiba

Fährt man von Dahab 70 km weiter nördlich, erreicht man das Küstenstädtchen Nuweiba, das auf eine ähnlich touristische Entwicklung wie Dahab zurückblickt. Es wirkt mittlerweile jedoch sehr viel angepasster und ist weitaus touristischer als die Hippie-Enklave, trotzdem hat sich etwas von der entspannten Atmosphäre bis heute erhalten. Zudem hat Nuweiba allen anderen Küstenstädtchen eines voraus: Es ist das optimale Sprungbrett für Erkundungen der Berg- und Oasenwelt des Sinai. Seien es Ausflüge zum Katharinenkloster, zum Coleured Canyon oder zur Oase Ain Khudra. Die beliebteste Attraktion ist jedoch der Delfin Olin, der regelmäßig in der Bucht anzutreffen ist. Um ihn herum hat sich eine kleine aber wichtige Einnahmequelle für die Einheimischen gebildet. Fischer bringen einen gegen Bakschisch (Trinkgeld) zum Delfinschwimmen hinaus und selbst das Betreten des Strandes zur Delfinfütterung ist mittlerweile nur noch gegen Gebühr möglich.

Gutes Übernachtungs- und Freizeitangebot
In Nuweiba selbst finden sich wie in Dahab zahlreiche gemütliche Kaffeehäuser, preiswerte Restaurants, einige preiswerte Camps (z.B. El-Khan) und günstige und einfache Resorts (Regina Nuweiba Resort). Zudem locken erstklassige aber preisgünstige Beachresorts wie das Hilton Coral Nuweiba, das an einem der schönsten Strandabschnitte liegt, inmitten einer für das Auge wohltuenden Grünanlage. Natürlich steht auch hier der Wassersport im Mittelpunkt. In Nuweiba können Tauchtouren u.a. im Helnan Nuweiba Resort und im La Sirene Hotel gebucht werden. Für Anfänger und Schnorchler mögen die Tauchgründe in der Nähe als ausreichend einzustufen sein, erfahrene Tauchsportler werden wohl eher entäuscht sein. Eine Tour der besonderen Art ist auch das Länderhopping, was ab dem Hafen von Nuweiba möglich ist. Von hier verkehrt nämlich eine Bootsfähre nach Aqaba (Jordanien).

Ansonsten ist das Touristenleben in Nuweiba sehr geruhsam. Tagsüber faulenzt man am Pool, am Strand oder man lümmelt sich mit einer Tasse Tee und einer guten Urlaubslektüre auf einen Flickenteppich im Kaffeehaus. Am Abend bummelt man am Strand entlang, labt sich am fangfrischen Fisch (Catch of the day), den die meisten Restaurants servieren oder man lässt sich nach der Hitze des Tages bei einem Schlummertrunk die erfrischende Meeresbrise um die Nase wehen. (Dominik Peter)

Insider-Tipps
* Katharinenkloster: Wo einst Gott aus einem brennenden Dornbusch mit Moses sprach, ist heute das berühmteste Kloster der Christenheit. Die nach dem Vatikan größte Ikonensammlung der Welt entschädigt für die stark eingeschränkten Besuchszeiten.

* Coloured Canyon & Ain el-Furtaga: Über Jahrmillionen hat das Wasser aus dem Sandstein einen Canyon erschaffen, der es mit den berühmten Canyons in den USA ohne weiteres aufnehmen kann. Zwar erwartet den Touristen eine elende Kletterei, doch man wird belohnt mit der Aussicht auf wunderbare Steinformationen in allen Rot- und Brauntönen. Tipp: Bei der Anfahrt zum Coloured Canyon passiert man die zweitgrößte Oase des Sinai, die "Ain el-Furtaga". Ein schöner Platz mit Palmenhain und Gärten!

Info-Adressen
Ägytisches Fremdenverkehrsamt, Kaiserstr. 64a, 60329 Frankfurt
Tel.: 069-252153, Email: staatlich@aegyptisches-fremdenverkehrsamt.de, Internet: www.aegyptisches-fremdenverkehrsamt.de
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